monikanna FOTODESIGN - Monika Jaruszewska-Jakubowska aus Dortmund

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Kannst Du Dich kurz vorstellen?

Seit 2016 bin ich hauptberufliche Fotografin und habe mich auf zeitlose Fine-Art-Fotografie spezialisiert. Meine Bildsprache vereint die Eleganz malerischer Porträts mit einer natürlichen Leichtigkeit und authentischen Emotionen. Besonders bei Outdoor-Shootings entstehen so unbeschwerte Aufnahmen, die vom weichen Licht, den harmonischen Farben und der ruhigen Atmosphäre der Natur leben. Inspiriert von der Ästhetik des Boho-Stils wirken meine Bilder zugleich kunstvoll, zeitlos und voller Leben.

Kannst Du Dich noch an Dein erstes Foto erinnern? Was war es?

Natürlich. Mein erstes bewusstes Foto entstand während meines Kunststudiums. Damals hätte ich nie gedacht, dass die Fotografie einmal meine größte Leidenschaft und mein Beruf werden würde.

Ich fotografierte mit der alten Analogkamera meiner Eltern, geladen mit einem Schwarzweißfilm von Ilford. Um die Möglichkeiten der Kamera zu entdecken, richtete ich den Blick auf ein altes, rostiges Türschloss. Das geheimnisvolle Licht, die raue Struktur des Metalls und die kleinen Details faszinierten mich. Noch heute erinnere ich mich an diesen Moment – nicht nur wegen des Motivs selbst, sondern auch wegen des besonderen Geruchs der alten Kamera: eine Mischung aus Metall, Schmieröl und Fotografie :)

Wie bist Du zur Fotografie gekommen?

Anfangs war die Fotografie nur ein Teil meines Kunststudiums, doch mit der Zeit wurde daraus eine immer größere Leidenschaft. Ich habe gemerkt, dass ich mit einer Kamera Geschichten erzählen und besondere Momente auf eine ganz eigene Weise festhalten kann. Aus dieser Leidenschaft ist schließlich mein Beruf entstanden.

Wann bist Du mit Deiner Arbeit zufrieden?

Wenn meine Kundinnen und Kunden sich in ihren Bildern wiederfinden und sagen: "Genau so fühlen wir uns." Ein technisch perfektes Foto allein reicht für mich nicht aus. Erst wenn Emotion, Licht und Ausdruck harmonieren, ist ein Bild für mich wirklich gelungen.

Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Kontakt zum Fotografen aufzunehmen?

Am besten so früh wie möglich. Besonders bei Familien-, Schwangerschafts- und Neugeborenen-Shootings ist eine rechtzeitige Planung wichtig, da beliebte Termine oft lange im Voraus vergeben sind. So bleibt genügend Zeit, um das Shooting ganz persönlich vorzubereiten – von der Terminplanung bis hin zu Outfits und der passenden Gestaltung.

Eine Anfrage sollte spätestens etwa zwei Wochen vor dem gewünschten Termin erfolgen. Je früher wir miteinander planen, desto entspannter und individueller kann das Shooting gestaltet werden.

Was macht Deiner Meinung nach ein gutes Foto aus?

Ich habe mir die Perfektion abgewöhnt. Sonst ist man nie zufrieden mit der eigenen Arbeit. Ein gutes Foto erzählt eine Geschichte und weckt Gefühle. Es muss nicht perfekt sein – aber ehrlich. Licht, Komposition und Ausdruck sollten eine Einheit bilden.

Was gefällt Dir an der professionellen Fotografie am meisten?

Dass ich Erinnerungen erschaffen darf, die mit den Jahren immer wertvoller werden. Besonders in der Familienfotografie wird einem bewusst, wie schnell Kinder wachsen. Zu wissen, dass meine Bilder Familien ein Leben lang begleiten, ist ein wunderschönes Gefühl.

Was ist das Besondere an dem Genre, auf das Du Dich spezialisiert hast?

Kinder und Familien lassen sich nicht in Schablonen pressen. Jede Familie ist einzigartig und jedes Kind bringt seinen eigenen Charakter mit. Genau diese Persönlichkeit sichtbar zu machen und gleichzeitig zeitlose, kunstvolle Bilder zu erschaffen, macht den Reiz meiner Arbeit aus.

Welche Details sieht nur ein Profifotograf?

Ein Profi achtet auf viele kleine Dinge gleichzeitig: das Licht, den Hintergrund, Körperhaltung, Hände, Haare, Kleidung, Blickrichtung und kleinste Veränderungen im Gesichtsausdruck. Oft sind es genau diese Details, die darüber entscheiden, ob ein Bild gut oder außergewöhnlich wird.

Wie bildest Du Dich weiter?

Ich investiere regelmäßig in Workshops, Online-Kurse und Coachings. Gleichzeitig lerne ich bei jedem Shooting dazu. Fotografie entwickelt sich ständig weiter – und ich finde, man sollte niemals aufhören, neugierig zu bleiben.

Was möchtest Du mit Deinen Fotos ausdrücken?

Ich möchte Erinnerungen schaffen, die zeitlos sind und auch nach vielen Jahren noch dieselben Gefühle auslösen. Meine Bilder sollen Ruhe, Wärme und Nähe vermitteln und die Schönheit des Augenblicks bewahren.

Mit welcher Ausrüstung fotografierst Du am liebsten?

Ich arbeite am liebsten mit lichtstarken Festbrennweiten wie 35 mm, 50 mm und 85 mm mit einer Blende von 1,8 bis 2. Sie ermöglichen mir die weichen Übergänge, die natürliche Tiefenschärfe und die besondere Bildwirkung, die meinen Fine-Art-Stil auszeichnen. Blitzlicht verwende ich dabei nie; ich arbeite ausschließlich mit Dauerlicht in Tageslichtfarbe, das mir genau diese natürliche Bildsprache ermöglicht.

Wie wichtig ist Technik beim Fotografieren?

Technik ist wichtig – sie ist das Werkzeug. Aber sie ersetzt weder den Blick für Licht noch Kreativität oder den Umgang mit Menschen. Ein gutes Foto entsteht zuerst im Kopf und im Herzen, erst danach in der Kamera.

Was hast Du gemacht, um die ersten Fotoaufträge zu bekommen?

Ich habe beruflich mit der Kindergartenfotografie angefangen, und zwar im Kindergarten meines Kindes. Von dort aus habe ich meine ersten Erfahrungen gesammelt, viel fotografiert und nach und nach mein Portfolio aufgebaut. Mein Stil hat sich seitdem stark weiterentwickelt – damals wie heute lerne ich mit jedem Fotoshooting dazu und wachse an jeder neuen Aufgabe.

Welchen Stellenwert hat die digitale Nachbearbeitung für Dich?

Sie gehört für mich untrennbar zur Fine-Art-Fotografie. Die Bearbeitung verleiht einem Bild seinen letzten Feinschliff, ohne den Menschen zu verändern. Mein Ziel ist ein natürlicher, zeitloser Look, der auch in vielen Jahren noch gefällt.

Welche Tipps würdest Du einem Hobbyfotografen geben, um bessere Fotos zu machen?

Lerne zuerst das Licht zu beobachten. Ein schönes Licht ist oft wichtiger als die teuerste Kamera. Fotografiere bewusst, nimm dir Zeit für den Bildaufbau und versuche, Emotionen einzufangen, statt nur Momente festzuhalten.

Worin sollten angehende Fotografen und Fotografinnen unbedingt investieren und warum?

In Wissen und Erfahrung. Eine teure Kamera macht noch keine guten Bilder. Wer Licht versteht, Menschen einfühlsam anleiten kann und seinen eigenen Stil entwickelt, schafft Fotografien mit Persönlichkeit. Gute Weiterbildung ist deshalb oft die wertvollste Investition.

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