Mein Name ist Paschalis Serafeim, ich bin Fotograf mit einem beruflichen Hintergrund in der Psychiatrie. Diese Kombination prägt meine Arbeit bis heute: Ich habe gelernt, Menschen wirklich zuzuhören, ihre Stimmungen wahrzunehmen und einen Raum zu schaffen, in dem sie sich sicher fühlen. Genau das versuche ich in jedes Shooting mitzunehmen – denn die besten Bilder entstehen, wenn Menschen sich fallen lassen können.
Woran ich mich vor allem erinnere, ist das Gefühl dabei: dieses Staunen, dass man einen Moment festhalten kann, der sonst einfach vorbeigezogen wäre. Dieses Gefühl hat mich nie wieder losgelassen.
Über den Menschen. In meiner Arbeit in der Psychiatrie habe ich täglich erlebt, wie viel in einem Gesicht, einer Haltung, einem Blick steckt – und wie selten wir uns die Zeit nehmen, das wirklich zu sehen. Die Fotografie wurde für mich zunächst ein Ausgleich, dann eine zweite Sprache: eine Möglichkeit, das, was ich in Menschen wahrnehme, sichtbar zu machen. Irgendwann war klar, dass ich diesen Weg professionell gehen möchte.
Wenn Menschen ihre Bilder sehen und sich selbst darin erkennen – nicht eine gestellte Version von sich, sondern sich selbst, vielleicht sogar von einer Seite, die sie so noch nie gesehen haben. Wenn jemand sagt: „So habe ich mich noch nie wahrgenommen, aber genau so fühle ich mich" – dann weiß ich, dass ich meine Arbeit gut gemacht habe.
Früher, als die meisten denken. Nicht, weil die Terminkalender voll sind – sondern weil gute Bilder Vertrauen brauchen, und Vertrauen braucht Zeit. Ein Vorgespräch, in dem wir uns kennenlernen und ich verstehe, was Dir wichtig ist, macht am Ende einen enormen Unterschied. Melde Dich also gerne, sobald die Idee da ist – alles Weitere entwickeln wir gemeinsam.
Wahrhaftigkeit. Technik, Licht und Komposition sind das Handwerk – aber ein gutes Foto berührt, weil es etwas Echtes zeigt. Ein unperfektes Bild mit einer echten Emotion ist für mich immer stärker als ein technisch perfektes Bild ohne Seele.
Das Privileg, Menschen in bedeutsamen Momenten nahe sein zu dürfen. Aus meiner Zeit in der Psychiatrie weiß ich, wie wertvoll es ist, wenn jemand einem sein Vertrauen schenkt. In der Fotografie erlebe ich das jedes Mal neu – und ich darf daraus etwas erschaffen, das bleibt.
Menschen zu fotografieren bedeutet, in Sekunden eine Beziehung aufzubauen. Vor der Kamera fühlen sich viele zunächst verletzlich – und genau da hilft mir mein Hintergrund enorm. Ich erkenne Anspannung, bevor sie sich im Bild festsetzt, und weiß, wie ich sie auflösen kann. Das Besondere ist dieser Moment, in dem die Fassade weich wird und der Mensch dahinter sichtbar wird.
Die kleinen Dinge, die über die Wirkung eines Bildes entscheiden: eine hochgezogene Schulter, die Anspannung verrät. Ein Lächeln, das nur den Mund erreicht, aber nicht die Augen. Die Lichtkante, die ein Gesicht formt oder erdrückt. Vieles davon ist geschulte Wahrnehmung – und ich glaube, meine Jahre im psychiatrischen Bereich haben mir dafür einen besonders feinen Blick gegeben. Menschen lesen war dort mein Beruf, jetzt ist es mein Werkzeug.
Auf zwei Ebenen: fotografisch durch Workshops, den Austausch mit Kolleginnen und Kollegen und das ständige Analysieren von Licht und Bildsprache – und menschlich, indem ich mich weiter mit Psychologie und Kommunikation beschäftige. Beides gehört für mich untrennbar zusammen, denn meine Kamera ist nur so gut wie meine Fähigkeit, mit Menschen umzugehen.
Dass jeder Mensch es wert ist, gesehen zu werden – so, wie er wirklich ist. Ich möchte Bilder schaffen, die nicht nur zeigen, wie jemand aussieht, sondern wie es sich anfühlt, dieser Mensch zu sein. Würde, Echtheit und ein bisschen von dem, was zwischen den Zeilen liegt.
Portraits werden überwiegend mit der Nikon D750, 850 mit 85mm und 70-200mm Objektive gemacht. Aber meine Fujifilm XH-2 mit diversen Objektiven ist auch oft in Einsatz, genauso wie die Drohne.
Sie ist das Fundament – aber nicht das Haus. Ich muss meine Kamera blind beherrschen, gerade damit ich während des Shootings nicht über sie nachdenken muss und meine volle Aufmerksamkeit beim Menschen sein kann. Technik entscheidet, ob ein Bild gelingt. Ob es berührt, entscheidet etwas anderes.
Ich habe klein und ehrlich angefangen: Menschen aus meinem Umfeld fotografiert, ein Portfolio aufgebaut und vor allem auf Empfehlungen gesetzt. Wer sich bei einem Shooting gut aufgehoben fühlt, erzählt davon weiter – das war und ist mein wichtigster Kanal.
Sie ist für mich wie ein guter Rahmen: Sie soll das Bild stärken, nicht verändern. Ich arbeite mit Licht, Farben und Kontrasten, um die Stimmung des Moments zu unterstreichen – aber ich retuschiere keine Persönlichkeit weg. Falten, Narben, Eigenheiten gehören zu einem Menschen. Gerade durch meinen Hintergrund ist mir wichtig, dass Bilder das Selbstbild stärken und kein unerreichbares Ideal erzeugen.
Erstens: Beschäftige Dich mehr mit Menschen als mit Ausrüstung – die Verbindung zu Deinem Gegenüber sieht man jedem Bild an. Zweitens: Lerne Licht zu sehen, bevor Du es machst. Und drittens: Fotografiere, was Dich wirklich berührt, nicht das, was auf Social Media funktioniert. Geduld und echtes Interesse am Motiv schlagen jede teure Kamera.
Vor allem in sich selbst – Workshops, ehrliches Feedback und Zeit mit Menschen bringen mehr als jedes neue Objektiv. Den eigenen Blick und den Umgang mit Menschen kann man nicht kaufen, aber genau das entscheidet über ein Bild. Bei der Technik gilt: lieber ein gutes, lichtstarkes Objektiv als der neueste Kamerabody – Objektive begleiten Dich über Jahre, Kameras veralten schnell.