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92271 Freihung
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Kannst Du Dich kurz vorstellen?

Mein Name ist Paula Edwards. Ich bin ausgebildete Mediengestalterin und leidenschaftliche Event- und Reportagefotografin aus der Region Grafenwöhr. Durch meine Tätigkeit im Public Affairs Office der USAG Bavaria habe ich bereits ganz unterschiedliche Veranstaltungen begleitet – von großen Festen wie dem Deutsch-Amerikanischen Volksfest über Kommandoübergaben, Einbürgerungszeremonien und militärische Großübungen bis hin zu Konzerten, Familienfesten und Kinderveranstaltungen. Dabei halte ich nicht nur die offiziellen Programmpunkte fest, sondern auch die echten Emotionen, besonderen Begegnungen und kleinen Momente, die eine Veranstaltung einzigartig machen.

Kannst Du Dich noch an Dein erstes Foto erinnern? Was war es?

Meine ersten Fotos habe ich mit einer Einwegkamera von meinem Hund gemacht. Die Bilder sind furchtbar geworden, aber ich war unglaublich stolz darauf, meine ganz eigenen Fotos gemacht zu haben. Danach ging ich regelrecht in die Massenproduktion: Mein Hund, mein Hamster und mein Hase wurden zu meinen ersten Models – ebenso wie alles, was flog, kroch oder sabberte. So begann meine Begeisterung dafür, die Welt durch eine Kamera zu entdecken.

Wie bist Du zur Fotografie gekommen?

Fotografiert habe ich schon immer gerne, aber professioneller damit beschäftigt habe ich mich erstmals während meines Internships im Public Affairs Office der USAG Bavaria. Dort durfte ich Veranstaltungen begleiten und lernte, mit meinen Bildern nicht nur einzelne Momente festzuhalten, sondern ganze Geschichten zu erzählen. Nach meiner Ausbildung blieb ich dem Public Affairs Office als ehrenamtliche Mitarbeiterin erhalten und konnte seitdem bei vielen unterschiedlichen Einsätzen wertvolle Erfahrungen in der Event- und Reportagefotografie sammeln.

Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Kontakt zum Fotografen aufzunehmen?

Per E-Mail oder WhatsApp können Sie mich jederzeit kontaktieren. Telefonisch bin ich ebenfalls grundsätzlich den ganzen Tag erreichbar. Sollte ich einmal nicht ans Telefon gehen können, rufe ich so bald wie möglich zurück. Am besten schicken Sie mir kurz eine Nachricht per WhatsApp – dann melde ich mich, sobald ich wieder verfügbar bin.

Was macht Deiner Meinung nach ein gutes Foto aus?

Ganz klar: Emotionen. Ein gutes Foto fängt einen Moment so authentisch ein, dass selbst ein fremder Mensch beim Betrachten spüren kann, was in diesem Augenblick passiert ist und wie es sich angefühlt hat. Ein guter Bildausschnitt, das richtige Licht und ein Gespür für den perfekten Moment sind dabei natürlich ebenfalls nicht von der Bettkante zu schubsen. Wenn all das zusammenkommt und ein Bild eine Geschichte erzählt, ist es für mich gelungen.

Was gefällt Dir an der professionellen Fotografie am meisten?

Für mich ist es ein Privileg, als stille Beobachterin ein kleiner Teil einer großen Geschichte sein zu dürfen. Sobald ich durch meine Linse schaue, sehe ich die Welt mit ganz anderen Augen. Für einen Moment fühlt es sich an, als würde ich in eine andere Welt eintauchen. Diese besondere Perspektive und die Möglichkeit, flüchtige Augenblicke für immer festzuhalten, empfinde ich jedes Mal aufs Neue als magisch.

Was ist das Besondere an dem Genre, auf das Du Dich spezialisiert hast?

Das Besondere an der Event- und Reportagefotografie ist, dass sich kein Moment wiederholen lässt. Ich kann das Geschehen nicht einfach anhalten oder noch einmal inszenieren – ich muss aufmerksam beobachten, Situationen vorausahnen und im richtigen Augenblick auslösen. Gleichzeitig darf ich mitten im Geschehen sein und dennoch möglichst unauffällig bleiben. So entstehen authentische Bilder, die nicht nur zeigen, was passiert ist, sondern die gesamte Stimmung und Geschichte eines Ereignisses bewahren.

Welche Details sieht nur ein Profifotograf?

Ich glaube nicht, dass bestimmte Details ausschließlich Profis sehen. Durch Erfahrung lernt man jedoch, bewusster auf Licht, Perspektive, Bildaufbau und störende Elemente im Hintergrund zu achten. In der Eventfotografie beobachte ich außerdem Körpersprache, Blicke und kleine Gesten. Oft kündigt sich ein besonderer Moment schon an, bevor er passiert. Dieses Gespür hilft mir, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein und Augenblicke festzuhalten, die sonst vielleicht unbemerkt geblieben wären.

Wie bildest Du Dich weiter?

Fotografie ist für mich ein ständiger Lernprozess. Ich bilde mich durch Fachartikel, Tutorials und den Austausch mit anderen Fotografen weiter. Außerdem analysiere ich meine eigenen Bilder, probiere neue Techniken aus und stelle mich bewusst unterschiedlichen Lichtverhältnissen und Situationen. Besonders viel lerne ich direkt in der Praxis, denn jede Veranstaltung bringt neue Herausforderungen mit sich. Auch meine Ausbildung zur Mediengestalterin hilft mir dabei, Gestaltung, Bildwirkung und digitale Nachbearbeitung besser zu verstehen.

Was möchtest Du mit Deinen Fotos ausdrücken?

Unsere Zeit auf dieser Welt ist kurz, und ein besonderer Moment kann in einem einzigen Augenblick vorüber sein. Mit meinen Fotos möchte ich diese flüchtigen Augenblicke für meine Kundinnen und Kunden, aber auch für mich selbst, festhalten. Ich möchte Erinnerungen schaffen, die nicht nur heute berühren, sondern auch für kommende Generationen lebendig bleiben.

Mit welcher Ausrüstung fotografierst Du am liebsten?

Am liebsten fotografiere ich mit meiner Sony Alpha 7R IV. Besonders gerne nutze ich mein 70–200-mm-Objektiv, weil ich damit auch aus etwas Entfernung ganz natürliche und unbeobachtete Momente einfangen kann. Je nach Veranstaltung und Motiv passe ich meine Ausrüstung selbstverständlich an die jeweilige Situation an. Letztlich ist für mich aber nicht die teuerste Technik entscheidend, sondern das Auge hinter der Kamera und das Gespür für den richtigen Moment.

Wie wichtig ist Technik beim Fotografieren?

Die Technik ist wichtig, denn ich muss meine Kamera sicher beherrschen, um auch in schnell wechselnden Situationen reagieren zu können. Gerade bei Veranstaltungen lässt sich ein besonderer Moment nicht wiederholen. Trotzdem macht eine teure Kamera allein noch kein gutes Foto. Technik ist das Werkzeug – entscheidend bleiben das Auge, die Emotion, die Bildidee und das Gespür für den richtigen Augenblick. Das beste Equipment nützt wenig, wenn das Bild keine Geschichte erzählt.

Was hast Du gemacht, um die ersten Fotoaufträge zu bekommen?

Ich habe zunächst jede Gelegenheit genutzt, um praktische Erfahrungen zu sammeln und mein Portfolio aufzubauen. Durch meine Tätigkeit im Public Affairs Office der USAG Bavaria durfte ich viele unterschiedliche Veranstaltungen begleiten. Dabei konnte ich mit Zuverlässigkeit, Engagement und der Qualität meiner Bilder überzeugen. Viele weitere Möglichkeiten und erste Fotoaufträge entstanden anschließend durch persönliche Empfehlungen und Kontakte.

Welchen Stellenwert hat die digitale Nachbearbeitung für Dich?

Die digitale Nachbearbeitung gehört für mich zu einem gelungenen Foto dazu. Dabei geht es mir nicht darum, ein Bild komplett zu verändern, sondern das Beste aus der Aufnahme herauszuholen. Ich optimiere beispielsweise Belichtung, Farben, Kontraste und den Bildausschnitt, ohne die Natürlichkeit des Moments zu verlieren. Ein gutes Foto entsteht bereits beim Fotografieren – die Nachbearbeitung verleiht ihm anschließend den letzten Schliff.

Welche Tipps würdest Du einem Hobbyfotografen geben, um bessere Fotos zu machen?

Fotografiere so oft wie möglich und lerne deine Kamera wirklich kennen. Achte bewusst auf Licht, Bildausschnitt und Hintergrund, aber konzentriere dich nicht nur auf technische Perfektion. Wechsle deine Perspektive, bewege dich um dein Motiv herum und habe Geduld. Oft entstehen die besten Bilder erst dann, wenn sich die Menschen vor der Kamera wieder natürlich verhalten. Analysiere anschließend auch die Aufnahmen, die nicht gelungen sind – aus ihnen lernt man häufig am meisten. Und vor allem: Entwickle deinen eigenen Blick, statt nur den Stil anderer zu kopieren.

Worin sollten angehende Fotografen und Fotografinnen unbedingt investieren und warum?

Angehende Fotografinnen und Fotografen sollten vor allem in Wissen, praktische Erfahrung und gute Objektive investieren. Eine Kamera kann irgendwann ersetzt werden, aber ein geschultes Auge und das Verständnis für Licht, Bildgestaltung und den richtigen Moment bleiben. Ebenso wichtig sind zuverlässige Speicherkarten, eine sichere Datensicherung und ausreichend Zeit zum Üben. Nicht die teuerste Ausrüstung macht die besten Bilder, sondern die Person, die weiß, wie sie ihr Werkzeug einsetzen kann.

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