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Bildraum Studios

Anja Jost Herzogplatz 30 85604 Zorneding
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Interview mit Anja Jost

Kannst Du Dich kurz vorstellen?

"Hallo, mein Name ist Anja Jost, 43 Jahre alt, Mutter von 3 Kindern und passionierte Fotografin."

Kannst Du Dich noch an Dein erstes Foto erinnern? Was war es?

"Leider kann ich das nicht. In den Zeiten der analogen Fotografie habe ich allerdings einen grossen Teil meines Taschengeldes in Film und Entwicklungskosten gesteckt."

Wie bist Du zur Fotografie gekommen?

"Mein Vater war Optiker, was mich früh in den Kontakt zu Kameras und Objektiven brachte. Der Blickwinkel und die unterschiedlichen Sichtweisen, Geschichten durch Bilder zu erzählen, faszinierten mich schon sehr früh. Später studierte ich unter anderem Kunst mit Fokus auf Fotografie und digitaler Bildbearbeitung."

Wann bist Du mit Deiner Arbeit zufrieden?

"Wenn meine Kunden happy sind :) - allerdings gibt es meist noch etwas, das ich weiter verbessern möchte."

Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Kontakt zum Fotografen aufzunehmen?

"So früh wie möglich - die Ideenfindung kommt oft durch das Gespräch zu Stande - oder auch nicht. Manchmal verschieben wir auch einen Termin, weil das Outcome nicht das wäre, was der Kunde sich vorstellen würde (etwa fröhliches Spiel der Kinder draussen, wenn es einfach zu kalt ist)"

Was macht Deiner Meinung nach ein gutes Foto aus?

"Echte Emotionen, die zu sehen sind und die Gefühle neu heraufbeschwören, die der Fotografierte in dem Moment hatte. Und so für immer festzuhalten. Manchmal ist es aber auch ganz simpel und der/die Portraitierte möchte sich einfach schön fühlen auf dem Bild."

Was gefällt Dir an der professionellen Fotografie am meisten?

"Es gibt kein Shooting wie das andere. Jeder ist anders, jeder braucht ein anderes Shooting, es ist alles individuell. Das rauszufinden, was das Richtige ist, und dann abzubilden, macht einen grossen Reiz aus."

Was ist das Besondere an dem Genre, auf das Du Dich spezialisiert hast?

"Die Emotionen, die hier mitspielen. Ich kann (leider) keine Landschaften abbilden, das langweilt mich auch schnell, so schön, wie ich es finde! Aber dabei sein zu dürfen, wenn ein Paar heiratet, wenn ein Baby frisch in die Familie kommt oder einen Familie einen tollen Tag im Herbst draussen verbringt, macht mich ebenfalls glücklich. Der Stolz, für diese "Verewigung" zuständig sein zu dürfen sozusagen."

Welche Details sieht nur ein Profifotograf?

"Den Moment! Für mich ist es gerade beim Familienshooting nicht entscheident, ob beim wilden Toben durch die Wiese das Kind evtl Haare im Mund hat. Die Authenzität ist wichtig, die Emotion, der Spass der aus den Augen spricht, ist hier entscheident. Es sind natürlich auch statischere Bilder dabei, bei denen ich dann darauf ache, dass die Kleidung, die Haare und alle Details passen. Aber die "wilden" Momente können oft nur die Emotion vermitteln, wenn es so abgebildet wird, wie es eben war. "

Wie bildest Du Dich weiter?

"Ständig! Ich finde Bilder, die ich liebe und versuche zu rekonstruieren, wieso, was mich daran so anspricht. Künstlerisch probiere ich viel aus, das aber häufig mehr für mich als für meine Kunden. Und ich versuche Neues anzubieten wie etwa Setzkastenfotografie."

Was möchtest Du mit Deinen Fotos ausdrücken?

"Aus meine Art und Weise Geschichten erzählen und Momente festhalten, das möchte ich."

Mit welcher Ausrüstung fotografierst Du am liebsten?

"Mit meiner Canon 5D MarkIV und meinen Festbrenneweiten fotografiere ich am Liebsten, obwohl ich auch anderes Equipment nutze."

Wie wichtig ist Technik beim Fotografieren?

"Technik ist ein Teil des Ganzen. Aber nicht alles!"

Was hast Du gemacht, um die ersten Fotoaufträge zu bekommen?

"Ich wurde von Freunden gefragt, welche es dann weiter erzählten. Die Bilder wurden dann von deren Freunden gesehen, die ebenfalls kamen und so weiter und so weiter. "

Welchen Stellenwert hat die digitale Nachbearbeitung für Dich?

"Einen recht grossen Stellenwert, ehrlich gesagt. Da geht es auch nicht darum, Gesichter glatt zu ziehen, sondern die Bilder einfach zu perfektionieren. "

Welche Tipps würdest Du einem Hobbyfotografen geben, um bessere Fotos zu machen?

"Viel Versuch und Irrtum. Weniger Bücher, mehr Gefühl. Durch alle Fehler lernt man ein bisschen mehr!"

Worin sollten angehende Fotografen und Fotografinnen unbedingt investieren und warum?

"In ihren eigenen Stil, der sie unverwechselbar macht. Nur so wird es auf Dauer Spass machen, den man in den Bildern sieht und die Kunden glücklich macht."