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Khoa Pham Fotografie

Vu Anh Khoa Pham Oststr. 64 47057 Duisburg
015731756913 khoapav.de

Interview mit Vu Anh Khoa Pham

Kannst Du Dich kurz vorstellen?

"Mein Name ist Khoa und ich bin ein relativ offener Fotograf. Ich besitze einen gewissen Stil in der Fotografie, aber dieser ist nicht zwingend notwendig bei jedem Shooting durchzusetzen. Ein Fotoshooting ist eine gemeinsame Arbeit und so ist es auch sehr erwünscht eigene Ideen mit einzubringen, damit die Bilder eine persönliche Note erhalten."

Kannst Du Dich noch an Dein erstes Foto erinnern? Was war es?

"Mein erstes "richtiges" Foto war mit einer Freundin die ich im botanischen Garten der Ruhr-Universität Bochum fotografiert habe. Alles hat in diesem Augenblick gepasst. Das Licht von hinten, der leicht erhöhte Winkel von mir, sie lehnte sich aus einem verzierten Holzfenster und ihre dunklen Haare auf einer Seite über ihre Schultern, ihr Blick ging in die ferne. Schon wenn ich wieder an das Foto Denke muss ich es wieder von der alten Festplatte rauskramen."

Wie bist Du zur Fotografie gekommen?

"Es ist einfach passiert. Ich hatte eines Tages eine Kamera in der Hand und war einfach nur fasziniert davon wie man Licht und Tiefenschärfe mit einer Idee zu etwas komplett anderem umsetzen kann, ich konnte die Welt auf einmal aus einer ganz anderen Position betrachten."

Wann bist Du mit Deiner Arbeit zufrieden?

"Generell wenn die Kunden zufrieden sind. Bei persönlichen Projekten in denen ich mich selbst zufrieden stellen will, kann es Tage, Wochen und mehrere Foto-Sessions benötigen bis ich komplett zufrieden bin."

Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Kontakt zum Fotografen aufzunehmen?

"Wenn man in seinen Kopf anfängt die Sätze zu formen wie: "Ich will Fotos haben", "Wieso haben wir nicht solche Bilder?", "Wow, das Bild sieht hammer aus. Ob ich das auch kann?"... etc. Wenn man sich frühzeitig mit seiner/seinem Fotografin/en auseinandersetzt und einfach unverbindlich die Ideen zusammen ausmahlt gelingt das Fotoshooting ohne Probleme. Deshalb, früher als später. Man hat nix zu verlieren. "

Was macht Deiner Meinung nach ein gutes Foto aus?

"Ehrlichkeit und Wohlbefinden. Egal welches Motiv man umsetzt, wenn die Person im Bild sich unwohl fühlt hat das Bild nicht die gewünschte Wirkung. Wenn Emotionale und auch traurige Momente aufgenommen werden, muss das "Model" sich sicher fühlen um sich öffnen zu können. Der Fotograf muss Vertrauen und Sicherheit schaffen. So werden ein herzliches Lächeln, ein leicht unschuldiger Blick zur Seite oder die Vertrautheit zwischen einem Pärchen sichtbar. "

Was gefällt Dir an der professionellen Fotografie am meisten?

"Die Zusammenarbeit mit Menschen die wirklich am selben Strang ziehen. Zusammen ein Ziel erreichen wollen und sich gemeinsam über das Ergebnis freuen. "

Was ist das Besondere an dem Genre, auf das Du Dich spezialisiert hast?

"Bei einem Boudoir-Shooting ist alles sehr persönlich. Man kommt sehr schnell ins Gespräch und erfährt nicht nur viel über einen anderen Menschen sondern man hat die Gelegenheit auch sich selbst ein wenig zu öffnen. Unsicherheiten und "Makel" können besonders durch ein solches Shooting von einer ganz anderen Seite betrachtet werden. Menschen entdecken sich hierbei oft ganz neu."

Welche Details sieht nur ein Profifotograf?

"Ich denke nicht, dass nur ein Profifotograf bestimmte Details sieht. Jeder kann sehen ob ein Arm zu groß wirkt, ein Bereich unterbelichtet ist, Farben nicht harmonieren, der Hintergrund ablenkend/unruhig wirkt, etc. . Mit der Zeit und mehr Erfahrung lernt man als Fotograf sich nicht nur auf gewisse Details zu fokussieren, sondern das Gesamtbild und das Zusammenspiel der Elemente zu sehen. Am Ende könnte man vielleicht sagen, dass der Fotograf das Ergebnis schon vor dem Auslösen erahnen und teilweise sehen kann. "

Wie bildest Du Dich weiter?

"Andere Fotografen sind nicht meine Konkurrenz. Man lernt voneinander, ob im Gespräch, aus Videos, Büchern oder Fortbildungen. "

Mit welcher Ausrüstung fotografierst Du am liebsten?

"Am liebsten habe ich nur ein Objektiv (85mm) und ein paar Snacks bei mir. Wenn das Licht nicht stimmt sucht man sich eine schöne Stelle. Wenn zu viele Menschen im Hintergrund sind, sucht man sich einen freien Hintergrund. Wenn man zufrieden ist, gönnt man sich etwas Süßes zur Belohnung."

Wie wichtig ist Technik beim Fotografieren?

"Um eine gewisse Mindestqualität hinzubekommen ist sie wichtig. Ich kann keine Druckreifen Bilder mit meiner Handykamera erstellen, aber ich brauche auch kein 4000€ Objektiv um eine gewünschte Stimmung einzufangen."

Was hast Du gemacht, um die ersten Fotoaufträge zu bekommen?

"Ich bin auf Leute zugegangen und habe ihnen meine Arbeit gezeigt. Ich habe sie gefragt ob sie etwas in der Richtung für sich selbst haben wollen. Man kommt nicht drum rum Leute anzusprechen. "

Welchen Stellenwert hat die digitale Nachbearbeitung für Dich?

"Sie ist mir sehr wichtig. Fotografie heißt für mich die Welt so abzubilden wie man sie sich diese vorstellt. Mit der digitalen Nachbearbeitung ist es möglich Bilder mit der eigenen persönlichen Note zu versehen und die Aufmerksamkeit in einem Bild gezielt zu lenken."

Welche Tipps würdest Du einem Hobbyfotografen geben, um bessere Fotos zu machen?

"Rausgehen und üben wäre an erster Stelle, aber nicht weit dahinter würde auch das Reflektieren und kritische Hinterfragen der eigenen Arbeit stehen. Was kann verändert/verbessert werden? Was ist nötig? Was passiert wenn ich dies/jenes tuhe? Und wenn man seine Bilder für gut und unantastbar befindet, mal kritischen Meinungen anderer stellen. Der Blick und Geschmack anderer Personen lässt dich deinen eigenen besser entwickeln. Vorausgesetzt diese Kritik ist konstruktiv, manche Leute sind einfach zu herablassend und solch eine Meinung ist nicht hilfreich."

Worin sollten angehende Fotografen und Fotografinnen unbedingt investieren und warum?

"Weiterbildung. Von anderen zu lernen ist als Anfänger unabdingbar. Man muss keine teuren Kurse kaufen, aber man muss Zeit investieren. Beides in Kombination. Wenn man nur drauf los schießt und nicht versucht ein höheres Ziel zu verfolgen bleibt man auf der Stelle. Nimm die Ideen von anderen auf und scheu dich nicht davor diese nachzustellen. Nur weil jemand einen Weg gegangen ist, ist dieser nicht für dich Taboo und du musst keinen komplett neuen entdecken. Du hast diese Erfahrung noch nicht gemacht, also mach sie und lern daraus."