Fotojournalistin Petra Keßler, Kiel
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Fotojournalistin Petra Keßler, Kiel

Lüdemannstr. 70 24114 Kiel
petrakesslerkiel.de

Interview mit Petra Keßler

Kannst Du Dich kurz vorstellen?

"Fotojournalistin. Erfahren. Engagiert. Eigenwillig."

Kannst Du Dich noch an Dein erstes Foto erinnern? Was war es?

"In Dänemark. Im Urlaub. Ich hatte zum ersten Mal im Leben das Bedürfnis, die Schönheit eines Momentes festzuhalten. Motiv: die Uferpromenade im Hafen vor einem Ferienhaus."

Wie bist Du zur Fotografie gekommen?

"Über ein Foto des Fotografen Paul Almásy in einem Werbekalender, den mir ein befreundeter Grafiker geschenkt hatte: Liebespaar in einer Bar, Paris (1961), heißt es. "

Wann bist Du mit Deiner Arbeit zufrieden?

"Wenn eine schöne Erinnerung im Bild und im Herzen entstanden ist."

Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Kontakt zum Fotografen aufzunehmen?

"Wenn man von seinen Fotos begeistert ist und sein Gesicht sympathisch findet."

Was macht Deiner Meinung nach ein gutes Foto aus?

"Ein Foto, das man sich gerne und intensiv anschaut. Das in Erinnerung bleibt. Das einen inspiriert"

Was gefällt Dir an der professionellen Fotografie am meisten?

"Beim Fotografieren zu erleben, wie sich die erste Aufregung legt und Stück für Stück Charakter, Wünsche, Träume sichtbar werden. Diese Momente dann mit all ihren Emotionen, ihrem Witz, ihrem Charme mit der Kamera festzuhalten."

Welche Details sieht nur ein Profifotograf?

"Wie viele und welche Details man sieht, ist keine Frage von Profitum, sondern von Talent, Erfahrung und Wissen. Erfahrung und Wissen kann man sich mit und ohne offizielles Diplom aneignen. Talent hat man oder nicht. Deswegen ist das Talent der entscheidende Faktor: Ein guter Fotograf sieht die Welt mit anderen Augen als ein Mensch ohne fotografischen Blick. Er lebt und atmet Farben, Linien, Proportionen, Perspektiven, Licht. Deswegen kann er ohne nachzudenken auf den Auslöser drücken, weil er einfach fühlt, dass dies der richtige Moment ist."

Welchen Stellenwert hat die digitale Nachbearbeitung für Dich?

"Ein gutes Foto entsteht zwei Mal: beim Fotografieren und bei der digitalen Bildentwicklung. Aus einem schlechten Foto wird durch Bildbearbeitung kein gutes. Ein perfektes Foto wiederum kann sich in ganz viel Dunkelheit und Schwärze verstecken und wird ohne die richtige Bildentwicklung nie sichtbar. "

Welche Tipps würdest Du einem Hobbyfotografen geben, um bessere Fotos zu machen?

"Wenn Du Dich dabei erwischst, dass Du statt des kürzeren Weges den schöneren nimmst, dann bist Du auf dem richtigen Weg."

Worin sollten angehende Fotografen und Fotografinnen unbedingt investieren und warum?

"Spiegelreflexkamera, um keinen Moment mehr wegen einer zu langen Auslösezeit zu verpassen und um scharfe Fotos mit ganz viel Detailreichtum zu bekommen."