a2k-media / Joe Ehrhardt

Strickerweg 12 73329 Kuchen

Fotograf und Medienproduzent mit >25 Jahren Erfahrung, 15 davon im Entertainment- und Musikbereich. Hochschuldozent u. Trainer i.d. Erwachsenenbildung (Bereich Medien & Gestaltung). Deine Wünsche liegen bei mir im Fokus. Nimm Kontakt auf - ich freue mich mehr ...
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Kannst Du Dich kurz vorstellen?

"Ich bin Joe, ein 65er Baujahr aus BaWü mit einer sehr turbulenten, aufregenden und spannenden Historie."

Kannst Du Dich noch an Dein erstes Foto erinnern? Was war es?

"Eigentlich nicht. Ich weiß nur noch, dass ich irgendwann in den 70ern das erste mal auf den Auslöser einer Kamera gedrückt habe."

Wie bist Du zur Fotografie gekommen?

"Mein Vater war mit seiner Kodak Retina SLR im Freundes- und Bekanntenkreis der Fotograf. Durch ihn und letztlich auch inspiriert von einem Comic Heft wollte ich es dem Helden der Geschichte gleich tun und als Detektiv Tatorte und Beweise fotografieren. "

Wann bist Du mit Deiner Arbeit zufrieden?

"Mit meiner Arbeit bin ich mehr als glücklich und zufrieden, denn ich mache das, was ich liebe. Die Frage bezieht sich aber sicher auf die Ergebnisse. Die begeistern mich oft nur kurze Zeit. Dann muss schon die nächste Aufgabe und Herausforderung her. Natürlich mit dem Anspruch an mich selbst, es besser zu machen als zuvor."

Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Kontakt zum Fotografen aufzunehmen?

"Gewerbliche Kunden berücksichtigen, dass man einen guten Fotografen frühzeitig engagieren muss. Bei Unternehmensprojekten ist das bereits Teil der Vorplanung. Bei privaten Events oder Anlässen wird das oft vergessen. Dann muss man leider den Fotografen nehmen, der noch verfügbar ist. Das sind keine guten Voraussetzung wenn es darum geht, bleibende Erinnerungen zu schaffen oder ein entsprechendes Ergebnis erwartet. Gute Fotografen sind oft bis zu einem Jahr im Voraus fest gebucht."

Was macht Deiner Meinung nach ein gutes Foto aus?

"Wenn man es länger anschaut als andere. Oft ist es nicht einmal die technische Qualität sondern vielmehr die Geschichte, die im Bild erzählt wird oder die Emotionen, die sich mit dem Moment verbinden."

Was gefällt Dir an der professionellen Fotografie am meisten?

"Die Tatsache, dass ich meinem Lebensunterhalt damit betreite, etwas kreatives und nachhaltiges zu produzieren ist das Schönste an meinem Beruf."

Was ist das Besondere an dem Genre, auf das Du Dich spezialisiert hast?

"Nach über 25 Jahren im Medienbereich bin in sehr vielen fotografischen Genres zu Hause und jeder Bereich hat seine Besonderheiten - ob es sich nun um sachliche Themen handelt, besonderen Momenten festzuhalten oder das kreieren von Kunst. Bei allen Bereichen ist es das wichtigste, sich darauf einzulassen und das gewünschte oder geforderte Ergebnis zu erreichen."

Welche Details sieht nur ein Profifotograf?

"Es gibt viele Dinge, die ein Fotograf sehen sollte. Aber nicht alle haben den Mut, in einem Shooting etwas zu sagen oder zu korrigieren, insbesondere wenn es um Personenfotografie geht, wenn es schnell gehen oder diskret gearbeitet werden muss. Ein "geschulter Blick" ist oft verbunden mit Erfahrung. Souveränes Auftreten als Fotograf ist mehr eine Frage der Persönlichkeit und individuellen Charakters."

Wie bildest Du Dich weiter?

"Früher waren es Fachliteratur und Magazine, Studium, Workshops und Kurse. Heute ist es fast ausschließlich online über entsprechende Plattformen, Foren und vor allem über Youtube. Da ich sehr Internetaffin bin und viel Spaß daran habe, gehört das zu meinem täglichen Programm."

Was möchtest Du mit Deinen Fotos ausdrücken?

"Da gibt es unterschiedliche Ansätze und Gesichtspunkte. Bei den gewerblichen Aufträgen steht das gewünschte Ergebnis im Fokus. Bei den Aufträgen meiner privaten Kunden ist es je nach Aufgabe ein Mix aus dokumentarischer Sachlichkeit und Ästhetik. Bei meinen eigenen Projekten vor allem der künstlerische Aspekt insbesondere da ich als Bildbearbeitungs-Profi mit der Fotografie die Basis meiner Arbeiten schaffe."

Mit welcher Ausrüstung fotografierst Du am liebsten?

"Bis zum gegenwärtigen Augenblick sind eine Canon 1Dx Mark II und eine 5D Mark IV meine beiden Arbeitstiere. Aber es steht gerade eine spiegellose Canon R5 auf dem Zettel. Meistens ist ein 70-200er drauf aber je nach Aufgabe kommt alles vom Ultraweitwinkel über Makro-Festbrennweite bis hin zum 600er Tele zum Einsatz. Die Kombi 5D MkIV und Canon 70-200 III ist allerdings unbestitten mein Favorit."

Wie wichtig ist Technik beim Fotografieren?

"Sie hilft oder sie kann helfen. Das entscheidende dabei ist, man muss sie beherrschen können. Das beste und aufwendigste Equipment ersetzt den kreativen und aufmerksamen Fotografen nicht. Wer allerdings keine Scheu vor den Einsatz von Technik hat, kann das Spektrum der Möglichkeiten stark ausdehnen. Als Technik-Nerd experimentiere ich gern. Für mich ist sie aus diesem Grund schon wichtig."

Was hast Du gemacht, um die ersten Fotoaufträge zu bekommen?

""Work creates work!" Das war immer so und damit beginnt auch alles. Man muss raus gehen und "machen", sein Licht nicht unter den Scheffel stellen und zeigen was man kann. So habe ich Zug um Zug Anfragen und bezahlte Aufträge bekommen. Wennden Leuten gefällt was man tut, ist auch eine entsprechende Nachfrage da."

Welchen Stellenwert hat die digitale Nachbearbeitung für Dich?

"Ich bin nicht nur Fotograf sondern auch Editor und habe einige Jahre als Hochschuldozent im Medienbereich mein Know-How weitergegeben. Bildbearbeitung ist mein Steckenpferd und hat für mich einen hohen Stellenwert. Digitale Nachbearbeitung ist ja nicht zwangsläufig zum Zwecke der Korrektur oder Fehlerbeseitigung zu verstehen sondern bietet tolle Möglichkeiten, sich kreativ auszudrücken und zu entfalten. Daneben ist professionelle Bearbeitung und Retusche gerade im gewerblichen Bereich essenziell. Ein guter Fotograf sollte auch gute Kenntnisse und Fertigkeiten in der Bearbeitung seiner Bilder haben."

Welche Tipps würdest Du einem Hobbyfotografen geben, um bessere Fotos zu machen?

"Lernen, üben, lernen und noch mehr üben. Ein Gitarrist oder Klavierspieler muss das auch, wenn er sein Instrument beherrschen und gut spielen können möchte. Das beherrschen der Grundlagen und wesentlichen Kenntnisse, gepaart mit ständiger Wiederholung, sorgt dafür, dass man Situationen besser und schneller erkennt. So wird man lernen, bessere Entscheidungen zu treffen um sein Handwerkszeug so einzusetzen, dass das gewünschte Ergebnis entsteht. Sich trauen Fragen zu stellen und eine Portion Geduld! Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen."

Worin sollten angehende Fotografen und Fotografinnen unbedingt investieren und warum?

"Egal ob als Hobby oder Beruf sollte man sich immer gut überlegen, ob der finanzielle Aufwand in einem vernünftigen Verhältnis zum Nutzen steht. Es muss also definitiv nicht die teuerste Kamera sein und man muss auch nicht jedem Trend hinterher rennen. Eine solide und für die eigenen Zwecke gute Kamera und dazu lieber ein paar Euro mehr in die Hand nehmen für ein gutes Objektiv, ein ordentliches Stativ oder vernünftiges Licht... so ist man gut am Start. Und man sollte vor allem Zeit investieren. Zeit zum lernen und üben. Man kann auch mit preiswerten Kameras fantastische Fotos machen. Am Ende muss es Spaß machen und das zählt!"